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Microsoft

Ein Teil der Desktopvirtualisierung – die zentrale Applikationsbereitstellung - ist in vielen Serverbetriebssystemen von Microsoft bereits integriert – in Form der Terminalserver-Funktion. Damit werden den angemeldeten Benutzern Desktops bereitgestellt, deren Applikationen und Einstellungen zentral auf dem Server gespeichert und administriert werden. Der Zugriff erfolgt über das bewährte und verbreitete Microsoft Remote Desktop Protokoll (RDP), welches die Bildschirmausgaben sowie Tastatur- und Maus-Eingaben und die Ton-Ausgabe der Sitzung zum Terminal-Client umleitet, außerdem ist die Nutzung eines lokal angeschlossenen Druckers möglich. RDP verwendet als Transportprotokoll TCP/IP (standardmäßig Port 3389) und benutzt den RC4-Verschlüsselungsmechanismus mit einer Schlüssellänge von 128 Bit. Zu einer vollständigen Desktopvirtualisierung fehlt hier jedoch noch die Individualisierung der einzelnen Arbeitsoberflächen.

Diese Individualisierung erreicht Microsoft mit der VDI (Virtual Desktop Infrastructure), das Benutzern den Zugriff auf im Datencenter ausgeführte Desktops ermöglicht. Anders als bei den Terminaldiensten erhält in der VDI jeder Benutzer über ein autorisiertes Gerät Zugriff auf einen persönlichen Desktop, wodurch die Flexibilität gesteigert wird.

Die VDI-Technologie von Microsoft umfasst die folgenden Features:

Skalierbarer, stabiler Hochleistungs-Hypervisor zum Hosten der virtuellen Desktops. Windows Server 2008 mit Hyper-V ist ein Hypervisor der nächsten Generation mit Features wie Schnellmigration, hoher Verfügbarkeit und Livesicherungen.

Integrierte Verwaltungssuite zum Verwalten physikalischer, virtueller und sitzungsbasierter Desktops von einer Konsole aus. Die Verwaltungsfunktionen von Microsoft ermöglichen zudem die Verwaltung von nicht von Microsoft stammenden Infrastrukturkomponenten. System Center Virtual Machine Manager 2008 ist Bestandteil von System Center, einer branchenführenden Suite für die IT-Verwaltung.

Application Virtualization-Technologie ermöglicht anstelle der Installation von Anwendungen als Bestandteil des virtuellen Desktopbilds die dynamische Bereitstellung von Anwendungen auf dem virtuellen Desktop des Benutzers. Dadurch kann der Speicherbedarf der virtuellen Desktops reduziert und zudem die Anwendungsverwaltung verbessert werden. Abhängig davon, ob die Anwendung lokal oder remote ausgeführt wird, kann Benutzern entweder Microsoft Application Virtualization 4.5 oder Microsoft Terminal Services RemoteApp bereitgestellt werden.

Mit einem Mechanismus zur Desktopbereitstellung werden die Verbindungen zwischen dem Gerät eines Benutzers und den Remotedesktops verwaltet, die auf dem Server ausgeführt werden. Außerdem wird die dynamische Bereitstellung von Remotedesktops unterstützt, indem ein anfänglich goldfarbenes Desktopbild mit dem Profil und den persönlichen Einstellungen eines Benutzers zur Laufzeit kombiniert und für den Endbenutzer ein personalisierter Desktop bereitgestellt wird. Citrix XenDesktop bietet eine umfassende Lösung für Desktopvirtualisierung und schafft einen Mehrwert für die VDI-Technologie von Microsoft. Windows Server 2008 R2 weist nun einen systemeigenen VDI-Verbindungsbroker als Teil der neuen Plattform für Remotedesktopdienste auf, sodass sowohl freigegebene als auch personalisierte Desktops bereitgestellt werden können.

Damit ein effektiver Lizenzierungsmechanismus zur Verfügung gestellt werden kann, mit dem Remotekopien von Windows lizenziert werden können, hat Microsoft Windows Virtual Enterprise Centralized Desktop entwickelt. Diese Abonnement-basierte Lizenz ermöglicht Organisationen die Installation einer unbeschränkten Anzahl von Kopien von Windows 7 (oder einem älteren Betriebssystem) im Datencenter.



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